Opferschutz

Wird der erhärtete Verdacht aufrecht erhalten, werden folgende Maßnahmen erforderlich:

Um eine Fortsetzung der sexuellen Gewalt zu verhindern, muss in der Regel die räumliche Trennung zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter erfolgen.

Bei dringendem Verdacht gegen einen Elternteil wird bei getrennt lebenden Eltern eine Aussetzung des Umgangs gegen diesen – wenn nötig durch Eilantrag – an das Familiengericht erwirkt.

Kann der Umgang nicht ausgeschlossen werden, so ist dieser so zu gestalten, dass der Schutz des Kindes trotzdem sichergestellt ist (begleiteter, beschützter Umgang).

Die Garantenpflicht zum Schutz des Kindes liegt bei der einzelfallzuständigen Fachkraft des Jugendamtes, sie wird ggf. andere Personen in diese Verantwortung einbinden und hat darüber hinaus die Pflicht, zu kontrollieren, dass Jugendhilfeleistungen an im Hilfeplan festgelegten Anforderungen und Zielsetzungen ausgerichtet sind.

Konfrontationsgespräch

Dieses Gespräch wird in der Regel von MitarbeiterInnen des Sozialen Dienstes geführt. Der Termin des Konfrontationsgespräches ist der zuständigen Betreuungsperson des Opfers unbedingt vorher mitzuteilen, damit das Opfer Kenntnis hat und vorbereitet werden kann.

Inhalt des Gesprächs:

Anderen Familienmitgliedern des Opfers werden Gesprächsangebote gemacht.