Handlungsleitfaden für die fachliche Kooperation von Institutionen im nördlichen Märkischen Kreis

Aufgabe der Jugendhilfe ist es Kinder und Eltern in vielfältiger Weise zu unterstützen. Hierzu gehört, wenn nötig, auch der Schutz von Minderjährigen durch das Aufgreifen von Gefährdungshinweisen.

Hierbei sind besondere Vorgehensweisen zu beachten, die einerseits die zentrale Verantwortung von Eltern berücksichtigen, vor allem aber den Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherstellen.

Die Jugendämter in Hemer, Iserlohn und Menden und die örtlichen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche und die Fachdienste (Erziehungs)Beratungsstellen haben das hierfür erforderliche methodische und rechtliche Wissen, Kooperationsstrukturen und Erfahrung.

Mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe bestehen Vereinbarungen zum Umgang mit Gefährdungshinweisen, also auch bei Gewissheit oder Verdacht auf sexuellen Missbrauch.

In aller Regel ist es ratsam oder gar vorgeschrieben, zunächst die beratenden, meist aber auch die weitergehenden Möglichkeiten des zuständigen Jugendamtes zu nutzen.

Institutionen wie Schulen, Sportvereine, das Gesundheitswesen und andere sind aufgefordert, sich grundsätzlich genauso zu verhalten, auch wenn für ihren Bereich (noch) keine einschlägigen Konzepte und Vorschriften bestehen.

Der folgende Handlungsleitfaden soll eine allgemeine Orientierung ermöglichen.

Ein sinnvolles weiteres Vorgehen wird sich aber meist erst durch den beratenden Kontakt mit einer Fachkraft gegen sexualisierte Gewalt oder zuständige Ansprechpartner im jeweiligen Jugendamt ergeben.