Opfer sexualisierter Gewalt

Aufgrund fehlender repräsentativer deutschsprachiger Forschungsergebnisse kann das genaue Ausmaß sexualisierter Gewalterfahrungen nicht differenziert angegeben werden.

Dunkelfelduntersuchungen von Bange (1992) zeigen jedoch, dass ca.

Erwachsenenbefragungen in Europa und den Vereinigten Staaten ergaben ferner, dass

Das Landeskriminalamt NRW stellt in seiner Statistik 2010 folgenden Trend fest:

„In den Jahren 2002 bis 2009 ist die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern gesunken. Im Jahr 2010 stieg sie jedoch von 2.508 im Jahr 2009 auf 2.644 (+ 136 Fälle oder 5,4%). In 574 Fällen (21,7%) handelte es sich um exhibitionistische Handlungen vor Kindern mit insgesamt 862 Opfern. In diesen Fällen bestand zu 90,4% zwischen Opfer und Tatverdächtigen keine Vorbeziehung (2009: 90,9%).

Bei den übrigen 2.070 erfassten Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern mit insgesamt 2.347 Opfern sieht die Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung anders aus: In 67,5% der Fälle waren Opfer und Tatverdächtige verwandt bzw. bestand eine Bekanntschaft. Damit ereignen sich diese Fälle zu mehr als zwei Drittel im sozialen Nahraum. 34,5% der Tatverdächtigen waren unter 21-Jährige und 65,5% ab 21 Jahre alt.“