System der Hilfen

Jeder, der mit Kindern zu tun hat oder zusammenlebt, kann Situationen erleben, in denen Kinder unter Druck stehen, in Not sind und Hilfe benötigen.

Erzieherinnen, Lehrerinnen, Betreuerinnen in Freizeiteinrichtungen sind oft die ersten, die von Kindern angesprochen werden oder Notsignale bemerken sollten. Regelmäßige Informationsveranstaltungen und Fortbildungen sind hier unbedingt nötig, um hektisches Agieren und unüberlegtes Handeln zu vermeiden. Die Informationen für professionelle HelferInnen aus der Region sollten an erster Stelle stehen.

Dies sind die MitarbeiterInnen der örtlichen Jugendämter, Fachleute in spezialisierten Beratungseinrichtungen, der Gesundheitsämter, Kinderärzte, Kinderschutzbeauftragte in sozialen Einrichtungen. Vom Arbeitsauftrag her, teils auch gesetzlich vorgegeben, wird erwartet, dass diese Fachleute ausreichende Kompetenz besitzen, um fachlich kompetente Interventionen zu planen und zu begleiten.

Einem differenzierten Helfernetz, das im regelmäßigen fachlichen Austausch steht und Zeit und Ressourcen zur Verfügung hat, sich neue Erkenntnisse anzueignen, kommt eine entscheidende Schlüsselfunktion für eine erfolgreiche Arbeit in der Region zu.

Aufgabe der Verantwortlichen für Kindeswohl und Kinderschutz in Politik und Gesellschaft ist es deshalb, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Unterstützung für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern in solchen Notsituationen niederschwellig erreichbar ist und dauerhaft mit der nötigen Professionalität geleistet werden kann.